Neuer Boden, neues Wohnvergnügen

Viele Altbauböden haben in den Jahrzehnten gelitten, sind uneben und unansehnlich geworden. Knarrende, alte Dielen, Absenkungen und Unebenheiten, oft Folgen alter Wasserschäden, Gebrauchsspuren – höchste Zeit, Nägel mit Köpfen zu machen und eine Renovierung anzugehen. Schon wegen der besseren Trittschall-Eigenschaften, die Ihrer ganzen Immobilie zu Gute kommt. Doch Achtung: gute Vorbereitung ist wichtig, denn auch der schönste Fußboden braucht einen stabilen Untergrund.

Boden gutmachen, aber richtig

Welches Fußbodensystem entspricht Ihrem Traum vom Wohnen? Edles Parkett, praktisches und pflegeleichtes Laminat, ein Fliesenoder Steinboden? Diese wahrhaft „grundlegende“ Entscheidung will geplant sein. Steinböden zum Beispiel sind „lauter“ als Böden aus Holz. Sie erfordern eine Unterlage, die den Trittschall dämmt und auch Wärmedämmeffekte beisteuert. Mit einem Trockenestrich schaffen Sie die richtige Basis für ungestörtes Wohnvergnügen. Vorteil: Hier können Sie als Laie vieles selber machen. Ihr EUROBAUSTOFF Fachhändler berät Sie!

Blähton-Schüttungen: Natur von Grund auf

Schüttungen aus Blähton bringen wohlige Wärme, erholsame Ruhe und behagliches Wohnen ins Haus. Blähton ist ein Wunderwerk der Natur – dampfdiffusionsoffen, verrottungsfest, frostbeständig und resistent gegen chemische Einflüsse, dabei unbrennbar, nagetiersicher, baubiologisch einwandfrei und – als lose Schüttung – ohne Aufbereitung immer wieder verwendbar. Das Geheimnis: kleine rotbraune Körner aus gebranntem Ton, die unter ihrer festen, keramischen Außenschale eine wabenförmige Zellstruktur mit unzähligen eingeschlossenen Luftporen besitzen. Als Ausgleichsschüttung hilft Blähton nicht nur beim Einebnen des Untergrundes unter dem nachfolgenden Fußbodenaufbau. Er dämmt auch die Wärme im Raum und absorbiert den Trittschall.

Binden und stabilisieren

Wenn der Fußbodenaufbau nicht nur leicht, sondern auch hoch belastbar sein soll, wird Blähton mithilfe eines Spezialbinders zur gebundenen Schüttung aufgewertet. Sie eignet sich zum Ausgleich unter Nassestrich oder Gussasphalt, zur Dämmung und Verfüllung von Hohlräumen und sogar als Unterbau für Platten im Außenbereich.

Ideal kombinierbar, leicht zu verarbeiten

Blähton passt zu verschiedensten Fußbodensystemen, da er ohne Nachverdichten sofort lagestabil ist. Über die Wahl der Körnung können Sie gezielt die Schütthöhe sowie das Maß der Schall- und Wärmedämmung beeinflussen. Blähton ist leicht zu verarbeiten und eignet sich ideal auch für Laien, die bei ihrer Altbausanierung selbst Hand anlegen wollen.

Systemlösung am Boden

Platten und Zubehör aus dem Systemprogramm TecTem® Insulation Board eignen sich ideal für gesunde Sanierungsmaßnahmen am Boden. Basismaterial ist Perlite, ein natürliches mineralisches Vulkanglas. Die natürlichen Platten sind faserfrei, nicht brennbar, diffusionsoffen und kapillaraktiv und wurden mit dem Blauen Engel sowie den Zertifikaten eco und natureplus ausgezeichnet.

Fußbodensysteme zum Selbstverlegen

Komplette trockene Ausbausysteme mit Ausgleichsschüttung und Estrichplatten beschleunigen die Bodenarbeiten. Zunächst wird der Untergrund mit Nivelliermasse und Ausgleichsschüttung vorbereitet, dann werden die Estrich-Elemente verlegt und untereinander befestigt. Spezielle Waben-Dämmsysteme, auf die eine Schüttung aufgetragen wird, verbessern die Trittschalldämmung besonders auf alten Holzböden. Vorteil für die Hand- bzw. Heimwerker: Diese Trockenestrich- Systeme brauchen keine Austrocknungszeiten wie herkömmliche Fließ- oder Zementestriche – sie sind bereits nach 24 Stunden belegbar.

Estrich – kleine Bodenkunde

Ein Estrich wird auf einen Untergrund (z. B. Betonboden) aufgebracht und dient als Träger des eigentlichen Fußbodenbelags. Es gibt zahlreiche Varianten. Verbundestriche sind direkt mit dem Untergrund verbunden. Schwimmende Estriche werden auf eine Dämmschicht aufgetragen und durch Randdämmung von den Wänden getrennt. Trockenestriche bestehen aus vorgefertigten Plattenelementen. Diese Trockenbaulösungen bewähren sich besonders in der Sanierung, denn sie tragen keine zusätzliche Feuchtigkeit ins Gebäude. Im Verbund mit Fußbodenheizungen bilden Trockenestriche ein leicht zu verarbeitendes System, das auch den Trittschall minimieren kann.

Dünne Platten sicher verlegen

Mit Kantenlängen von bis zu 300 x 100 cm sind große Trend-Platten manchmal nur noch 3 mm stark. Das fordert die Bodenvorbereitung heraus. Eine Ausgleichsspachtelung ist zu empfehlen, um Höhenversätze sicher auszuschließen. Dann sind echte Spezialisten gefragt, zum Beispiel Hochleistungskleber, die eine nahezu vollflächige und hohlraumfreie Einbettung der teuren Keramik- bzw. Steinplatten garantieren. Spezielle Zusätze verhindern auch, dass sich die empfindlichen Natursteine verfärben.

Fliesen- und Steinböden: schön eben, schön leise

Von Bad und Küche in die Wohnbereiche: Der Siegeszug von Stein- und Keramikbelägen setzt sich fort – auch in der Altbau-Renovierung. Mit Spezialsystemen bereiten Sie die Untergründe schnell und sicher für die Belegung mit Fliesen und Steinplatten vor. Die einzelnen Systemkomponenten – Ausgleichs- und Fugenmassen, Entkoppelungs- und Abdichtungsbahnen – sind gesundheitlich unbedenklich, daher allergikerfreundlich und optimal aufeinander abgestimmt. Besonders im Fokus bei diesen Systemen: der Trittschall. Er wird gemeistert, indem man die Fliesen vom Untergrund mit Hilfe mehrschichtig aufgebauter Bahnen, Matten oder Platten „entkoppelt“. Das hat zugleich den Vorteil, dass auch die Bewegungen, die von kritischen Untergründen (z. B. Holzuntergründen im Altbau) ausgehen, nicht auf den Fliesenboden übergehen und dort eventuell Risse verursachen.

Frei für eine großzügige Flächenoptik

Große Fliesenformate ergeben wunderschöne Böden in Wohnräumen, Schlafzimmern, Küchen und Bädern. Ein Problem jedoch kann entstehen, wenn der Fliesenleger gezwungen ist, Bewegungsfugen im Estrich auch im Fliesenbelag fortzuführen. Daraus kann ein ungleichmäßiges Fugenbild mit breiter Silikonfuge entstehen, die sich optisch auffällig in den Vordergrund spielt. Lösung: ein intelligentes System, mit dem die Silikonfuge überfliest wird und so in den Fliesenspiegel integriert werden kann. Für gleichmäßige, harmonische, großzügige Flächenbilder am Boden.